Organe und Gremien

Das CAIS wird als eigenständiges Forschungszentrum in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung Nordrhein-Westfalen gefördert.

Gesellschafter sind die Ruhr-Universität Bochum, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Westfälische Wilhelms-Universität Münster und das Grimme-Institut (Marl).

  • Gesellschafter

    An der Ruhr-Universität Bochum ist das Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit (HGI) angesiedelt mit dem  DFG-Graduiertenkolleg „New Challenges for Cryptography in Ubiquitous Computing“ (Ubi-Crypt) und dem interdisziplinären NRW Fortschrittskolleg „SecHuman“ mit dem Thema „Sicherheit für Menschen im Cyberspace“. Die  Mercator Forschergruppe „Räume anthropologischen Wissens“ (MRG) arbeitet interdisziplinär zu anthropologischen Fragen mit einem Fokus auf der kulturellen Bedeutung digitaler Medien und des Internets. Das Institut für Geistiges Eigentum, Datenschutz und IT (IGEDI) der Juristischen Fakultät steuert rechtswissenschaftliche Expertise zur Internetforschung bei.

    Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn beheimatet das Bonner Laboratorium für experimentelle Wirtschaftsforschung (BonnEconLab), das Center for Advanced Studies in Law and Economics (CASTLE) und das Center for International Security and Governance (CISG). Das Forum Internationale Wissenschaft (FIW) fördert interdisziplinäre Forschung in den Bereichen Demokratie, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft. Der Fachbereich Medienwissenschaften ist u.a. beteiligt am DFG-Schwerpunktprogramm „Mediatisierte Welten“. Der Fachbereich Informatik und die Fraunhofer-Institute für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) sowie für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) bringen praktische Kompetenzen und Experimentalforschung ein.

    An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist ein inter- und transdisziplinärer Schwerpunkt in der Internetforschung mit drei Säulen etabliert: das NRW Fortschrittskolleg „Online-Partizipation“, die DFG-Forschergruppe „Politische Kommunikation in der Online-Welt“ sowie das Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie (DIID). An der HHU existiert zudem mit dem Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE) ein schon heute europaweit führendes akademisches Zentrum für wettbewerbsökonomische Fragen, das sich in einem seiner Schwerpunkte mit den Konsequenzen der Digitalisierung für die Wirtschaft beschäftigt.

    An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sind besonders das Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM), das Zentrum für Urbane, Regionale Innovation und Internet (URI) am Institut für Politikwissenschaft, das DFG-Graduiertenkolleg Vertrauen und Kommunikation in einer digitalisierten Welt“  und das European Research Center for Information Systems (ERCIS) im Bereich Internetforschung tätig. Als Landeskompetenzzentrum für NRW widmet sich das ITM rechtlichen Fragestellungen rund um die Themen der Nutzung und Ausgestaltung des Internets, der Medien und der Kommunikation. Am ITM ist außerdem eine Forschungsstelle Recht im Deutschen Forschungsnetz (DFN) angesiedelt.

    Das Grimme-Institut, bekannt durch den Grimme-Preis für Qualitätsfernsehen und den Grimme Online Award für publizistische Internet-Angebote, zählt zu den renommierten Forschungs- und Dienstleistungseinrichtungen, die sich mit Fragen der Medienqualität, der Medienbildung und der Medienkommunikation befassen. Die Kompetenz des Instituts liegt in der Beobachtung, Analyse und Bewertung von Medienangeboten und Medienentwicklungen, in der Erschließung neuer Möglichkeiten der Mediennutzung sowie im Wissenstransfer zwischen gesellschaftlichen Gruppen, der Politik und der Medienwirtschaft. Das gemeinsam mit der Universität zu Köln gegründete Grimme-Forschungskolleg untersucht Fragen digitaler Kommunikationskulturen und gesellschaftlicher Wandlungsprozesse.

    Gründung der CAIS GmbH am 10.11.2016 in Bochum

     

  • Leitung

    Geleitet wird das CAIS durch den wissenschaftlichen Direktor, Professor Michael Baurmann, den Verwaltungsleiter (Tim Pfenner), die Programmleiterin (Dr. Esther Laufer) und den Leiter für Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit (Dr. Matthias Begenat) (siehe: Team).

    Die Leitung des CAIS ist verantwortlich für die Programmentwicklung und die Programmumsetzung, die Organisation des Centers und den Wissenstransfer in die gesellschaftliche Öffentlichkeit. Sie wirkt maßgeblich an den Ausschreibungen und den Auswahlverfahren in der Programmkommission mit, begleitet und unterstützt die Arbeit der Gäste am Zentrum, führt die laufenden Geschäfte und entscheidet über den Einsatz der am Center tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Die Leitung des CAIS wird in ihrer Arbeit durch eine Geschäftsstelle mit einem Sekretariat unterstützt.

  • Aufsichtsrat

    Der Aufsichtsrat überwacht die Rechtsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung des CAIS, er beschließt den Wirtschaftsplan, kontrolliert die Umsetzung des Programms und wirkt gemeinsam mit der Geschäftsführung und dem Beirat an strategischen Grundsatzentscheidungen und der Programmentwicklung mit.

    Gesellschafterversammlung und Aufsichtsratssitzung vom 11.01.2017

    Der Aufsichtsrat des CAIS ist noch nicht vollständig besetzt. Derzeit besteht er aus folgenden Mitgliedern:

    • Prof. Dr. Andreas Ostendorf – Prorektor für Forschung, Transfer und wissenschaftlichen Nachwuchs Ruhr-Universität Bochum
    • Prof. Dr. Anja Steinbeck – Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Beirat

    Der Beirat berät die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat des CAIS bei strategischen Grundsatzentscheidungen und der Programmentwicklung. Er unterstützt die Geschäftsführung bei der Programmumsetzung, gibt Impulse und Empfehlungen zu Themenschwerpunkten, beantragten Forschungs- und Projektvorhaben und evaluiert in regelmäßigen Intervallen die Tätigkeit des CAIS.

    Der Beirat des CAIS besteht aus folgenden Mitgliedern:

    • Dr. Harald Gapski – Leiter Forschung am Grimme-Institut (Marl)
    • Prof. Dr. Caja Thimm – Professorin für Medienwissenschaft und Intermedialiät an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
    • Prof. Dr. Otfried Jarren – Ordinarius für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich
    • Prof. Dr. Martin Mauve – Professor am Lehrstuhl für Rechnernetze und Kommunikationssysteme an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät
    • Dr. Christian Suhm – Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs Greifswald
    • Prof. Dr. Christof Wolf – Präsident GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und Professor für Soziologie an der Universität Mannheim
    • Prof. Dr. Nikol Rummel – Professorin für Pädagogische Psychologie am Institut für Erziehungswissenschaft der
      Ruhr-Uni­ver­si­tät Bo­chum
    • Prof. Dr. Ulrike Röttger – Professorin für Public Relations am Institut für Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.
  • Programmkommission

    Am CAIS wurde eine stän­dige Programmkommission eingerichtet. Sie ist in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat und Beirat für strategische Grundsatzent­schei­dungen und die Pro­gramm­ent­wicklung sowie für die Ausschreibung der Programm­linien und die Auswahl der Anträge verantwortlich. Die Aus­wahlverfahren und die Auswahlkriterien der Kom­mission orientieren sich an hohen Ansprüchen für Exzellenz, Transparenz, Fairness und Effizienz. Sie wer­den von der Kommission in einer Ordnung festgelegt, regel­mäßig evaluiert und weiterentwickelt.

    Die Programmkommission hat elf stimmberechtigte Mitglieder. Ständige stimmberech­tigte Mitglieder der Kommission sind die wissenschaftliche Direktorin oder der wissen­schaft­liche Direktor, die Leiterin oder der Leiter für Öffentlich­keits­arbeit und Wissenstransfer, die Programmleiterin oder der Pro­grammleiter sowie als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht die Verwaltungsleiterin oder der Verwaltungsleiter. Acht weitere stimm­berechtigte Mitglieder der Kommis­sion werden für jeweils zwei Jahre vom Beirat ent­sandt, zwei der Mitglieder sind dabei Vertreterinnen und Vertreter der Praxis.

    Auswahlkriterien für Anträge sind Übereinstimmung mit dem Forschungsgebiet des Zen­t­rums, wissenschaftliche Exzellenz und Relevanz des Vorhabens, Innovationspotential und trans- und interdisziplinäre Ausrichtung sowie fachliches Profil und Kompetenz der Bewerberinnen und Bewerber. Die eingegangenen Anträge werden durch die Programmkommission nach den Auswahl­kriterien geprüft. Bei Bedarf werden zusätzlich externe Gutach­te­rin­nen und Gut­achter mit ausgewiesener Expertise im Bereich der beantragten For­schungs­­vorhaben heran­gezogen. Unter zusätzlicher Berücksichtigung einer ausge­wogenen Balan­ce zwischen den Programmlinien und Forschungsdisziplinen, von Bud­getres­triktionen, Raum- und Unterbringungskapazitäten entscheidet die Programm­kommission abschließend über die Anträge.

    Die Mitglieder der Programmkommission sind: 

    Ralf Benzmüller gründete 2004 die G DATA SecurityLabs. Dort war er verantwortlich für die Entwicklung von effizienten Analyseverfahren und die Integration von proaktiven Schutztechnologien gegen aktuelle Malware-Bedrohungen. In mehreren wissenschaftlichen Forschungsprojekten entstanden neuartige Lösungsansätze zur Erkennung und Bekämpfung von Angriffen im Umfeld von Botnetzen, Webseiten und Smartphones. In seiner aktuellen Position ist er verantwortlich für die Koordination von Kooperationen und Forschungsaktivitäten. Neben seiner Tätigkeit in den G DATA SecurityLabs ist Ralf Benzmüller Verfasser zahlreicher Fachartikel über Online-Bedrohungen. Er ist außerdem Dozent an der International School of IT Security (is-ist) und Mitglied in zahlreichen Branchenverbänden und Organisationen mit Themenschwerpunkt Cyber-Sicherheit und Bekämpfung von CyberCrime.

    Professor Dr. Christoph Bieber ist Politikwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen und hat seit 2011 die Welker-Stiftungsprofessur für „Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft“ an der NRW School of Governance inne. Seit den 1990er Jahren untersucht er die Auswirkungen der Digitalisierung auf politische Akteure und Prozesse. Er arbeitet aktuell zu den Themen Ethik und Verantwortung in der Politik, Transparenz und öffentliche Kommunikation sowie Digitalisierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Er ist Betreuer im Graduiertenkolleg „Die Arbeit und ihre Subjekte. Mediale Diskursivierungen seit den 1960er Jahren. Christoph Bieber ist Mitglied im Vorstand von politik-digital e.V., dem Trägerverein der gleichnamigen Online-Plattform, seit 2013 ist er Mitglied im Rundfunkrat des WDR.

    Professor Dr. Bernd Blöbaum ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er ist Sprecher des interdisziplinären DFG-Graduiertenkollegs „Vertrauen und Kommunikation in einer digitalisierten Welt“. In der Forschung befasst er sich mit der Frage, warum Vertrauen in gesellschaftliche Bereiche wie Medien erodiert und wie es wieder hergestellt werden kann. Weitere Forschungsthemen sind Wissenschaftskommunikation und Rezeption von (digitalen) Medien. 2013 war er Fellow an der Universität Oxford (Reuters Institute for the Study of Journalism) und 2015 Fellow am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald. Bernd Blöbaum ist Vorsitzender der Rektoratskommission für wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Münster.

    Dr. Frauke Gerlach ist Direktorin und Geschäftsführerin des Grimme-Instituts – Gesellschaft für Medien, Bildung und Kultur mbH sowie Geschäftsführerin des Grimme-Forschungskollegs an der Universität zu Köln. Zu ihren Fachgebieten zählt das Verfassungs- und Medienrecht. Ihr Forschungsinteresse liegt im Bereich der interdisziplinären Ansätze (Rechts- und Politikwissenschaft sowie Systemtheorien) von Steuerungstheorien im Rahmen komplexer Mehrebenensysteme und Media Governance. Ihre transdisziplinäre Arbeit bezieht sich auf praxisorientierte Lösungsansätze an den Schnittstellen zwischen digitalen Medien, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

    Professor Dr. Thorsten Holz leitet den Lehrstuhl für Systemsicherheit an der Ruhr-Universität Bochum (Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit). Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der angewandten Aspekte von sicheren IT-Systemen mit Schwerpunkt auf systemnaher IT-Sicherheit. Seine Arbeit konzentriert sich dabei auf Themen wie die automatisierte Analyse von Schadsoftware, internetweite Beobachtung von aktuellen Angriffstrends und die Entwicklung von Defensivmaßnahmen. Im Jahr 2011 erhielt Thorsten Holz den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der DFG und im Jahr 2015 einen ERC Starting Grant.

    Dr. Katharina Kinder-Kurlanda leitet als Senior Researcher das Team ‚Data Linking & Data Security‘ sowie das Secure Data Center am GESIS – Leibniz Institut für Sozialwissenschaften in Köln. Sie beschäftigt sich dort u.a. mit (Social Media) Data Sharing und sicheren Datenzugangsmöglichkeiten. Sie hat Kulturanthropologie und Informatik studiert und lehrt am Institut für Web Science and Technologies der Universität Koblenz-Landau. Ihre hauptsächlichen Forschungsinteressen sind die Epistemologie von Big Data & Social Media-Forschung, Algorithmen, Internet Research Ethics, Privacy, Datenschutz, Datensicherheit und das Internet of Things in Organisationen. Sie ist Program Chair der 9. International ACM Web Science Conference 2017 und Mitglied des Ethics Committee der Association of Internet Researchers (AoIR).

    Professor Dr. Stefan Marschall leitet den Lehrstuhl Politikwissenschaft II mit dem Schwerpunkt „Politisches System Deutschlands“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er ist Mitglied des NRW-Fortschrittskollegs „Online-Partizipation“, stellvertretender Sprecher des Düsseldorf Institute for Internet and Democracy (DIID) sowie Sprecher des Graduiertenkollegs „Linkage in Democracy“. Er leitet seit 2010 die Wahl-O-Mat-Forschung an der Universität Düsseldorf, ist (Founding) Convenor des Research Networks „Voting Advice Applications“ des European Consortium for Political Research, Sprecher des Arbeitskreises „Politik und Kommunikation“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft sowie Teilnehmer im „Horizon 2020 Network for Social Computing“.

    Professor Dr. Jens Schröter ist seit 2015 Inhaber des Lehrstuhls für Medienkulturwissenschaft am Institut für Sprach-, Medien- und Musikwissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er war von 2008 bis 2012 Leiter der Graduiertenschule „Locating Media“ und ist seit 2012 einer der antragstellenden Wissenschaftler des DFG-Graduiertenkollegs „Locating Media“. Von 2010 bis 2014 war er Leiter des DFG-Forschungsprojekts „Die Fernsehserie als Reflexion und Projektion des Wandels“. Schröter forscht zu Theorien und Geschichte digitaler Medien, Theorien und Geschichte der Fotografie, Intermedialität, dreidimensionalen Bildern, Medientheorie in Diskussion mit der Wertkritik, Audiomedien und auditiver Kultur sowie zu Fernsehserien.