Pressemitteilung: Wie politisch ist die Künstliche Intelligenz?

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Pressemitteilung: Wie politisch ist die Künstliche Intelligenz?
CAIS fördert internationale Konferenz in Bochum.

Bochum, 05.09.2018.

Vom 6. – 7. September findet in Bochum die wissenschaftliche Konferenz „Die Demokratisierung der Künstlichen Intelligenz. Netzpolitik im Zeitalter der Lernalgorithmen“ statt. Auf der Tagung diskutieren deutsche Forscherinnen und Forscher mit Kolleginnen und Kollegen aus Kanada, Finnland und England die politischen Konsequenzen, die mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz einhergehen. Die Tagung wird vom Center for Advanced Internet Studies gefördert. Organisiert wird sie von Andreas Sudmann.

Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) werden längst eingesetzt, um potenzielle Terroristen zu identifizieren, in einfacher Form politische Reden zu entwerfen oder um das Verhalten von Nutzern und Nutzerinnen auf Social-Media-Plattformen zu Marketingzwecken auszuwerten. Nicht zuletzt wegen der zahlreichen Fortschritte im Bereich der KI werden neben technischen und wirtschaftlichen Aspekten mittlerweile zunehmend die politischen Fragen diskutiert, die der Einsatz der Technologie aufwirft.

Auf der internationalen Tagung zur „Demokratisierung der Künstlichen Intelligenz“, die am 6. und 7. September im Europäischen Bildungszentrum in Bochum stattfindet, treffen deutsche Forscherinnen und Forscher auf Kolleginnen und Kollegen aus Kanada, Finnland und England.

Keynote-Speaker der Tagung ist Roland Memisevic, leitender Wissenschaftler des deutsch-kanadischen Unternehmens TwentyBN. Sein Unternehmen entwickelt Künstliche Intelligenz und trainiert diese statt mit unbewegten Bild- oder Textdaten mit Videos als Lernmaterial. „Computer können anhand von Videos lernen, dass die Welt dreidimensional ist, dass sich in ihr Objekte befinden und dass diese Objekte einer Vielzahl von physikalischen Gesetzen unterliegen“, erläutert Memisevic den von seinem Unternehmen entwickelten Ansatz. Als Grundidee beschreibt er den effizienteren Umgang mit großen Datenmengen. Mithilfe des sogenannten Transfer-Learnings muss sein System nicht für jede Aufgabe neu trainiert werden, sondern soll Lernerfahrungen auch für andere Problemstellungen nutzen können.

Andreas Sudmann, der die Konferenz organisiert hat, schlägt die Brücke zu den politischen Eigenschaften der Künstlichen Intelligenz: „Auch wenn es in diesem Fall nicht zum Arbeitsbereich von TwentyBN zählt, so ist es doch so, dass andere Systeme etwa im Gesundheitsbereich oder zur Überwachung sensibler Räume eingesetzt werden. Die Technik ist dabei keineswegs so neutral, wie sie zunächst erscheint und die Entscheidungen, die dort in Sekundenbruchteilen getroffen werden, haben auch relevante gesellschaftliche Auswirkungen und Implikationen.“ Welche politische Bedeutung und welche Folgen die Entwicklungen und der Einsatz von KI-Technologien haben, diskutieren Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Fachdisziplinen. Konferenzsprache ist Englisch.

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