Am 22. April startete das Seminar „Subjektivität und Digitalität“ von Jana Baum an der Universität Leipzig. Bei diesem Seminar handelt es sich um einen Versuch, die theoretische und praktische Philosophie Kants auf Fragen und Phänomene der Digitalität anzuwenden. Neben Studierenden der Philosophie nehmen auch Studierende der Digitial Humanities und (Medien-)Informatik teil.

Im Seminar setzen die Teilnehmenden sich mit Begriffen wie Intelligenz, Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung auseinander, um ein Verständnis dafür zu bekommen, mit welchen Voraussetzungen vernünftige Subjektivität nach Kant verbunden ist.
In einem zweiten Schritt werden die Erkenntnisse zum Subjekt im Kontext aktueller Debatten zu Digitalität und Künstlicher Intelligenz diskutiert. Wie lassen sich Aussagen von Forscher:innen bewerten, dass in digitalen Sphären wie dem „Internet Of Things“ die Grenzen zwischen Subjekten und Objekten verschwimmen? Was unterscheidet selbstbezügliche Algorithmen von selbstbewussten Subjekten? Und was würde es bedeuten, eine Künstliche Intelligenz als denkendes Subjekt anzuerkennen?